Ist Zero wirklich gleich Zero?

Was hinter dem Begriff steckt und die Tücken der Industrie

17. November 2018 | Was steckt hinter Zero | Aspartam – Das süße Gift | Zero oder Light? Was sind die wesentlichen Unterschiede? | Was soll man trinken? Zero, Light oder „Normal“?

Was steckt hinter Zero?

Wer kennt die Situation nicht? Man geht in eine der berühmten Fast-Food-Ketten und bestellt sich ein Burger-Menü, am besten noch in Maxi, mit Pommes. Dann kommt die Gretchen-Frage: „Welches Getränk möchten Sie dazu?“ Man überlegt vielleicht ganz kurz (oder auch gar nicht) und sagt: „Eine Cola Zero“. Ohne zu ahnen, dass das eigentliche Problem nicht unbedingt in dem Zucker des Soft-Drinks versteckt liegt.

Doch warum machen wir das? Warum greifen wir dennoch zu Light- oder Zero-Getränken? Was steckt eigentlich hinter dem (Werbe-)Slogan Zero oder Light?

Zunächst einmal möchte ich euch beruhigen: 0 Kalorien und 0% Zucker sind richtig! Das Beunruhigende aber hinterher: 0% Zucker ist nicht gleich gar kein Zucker (s. unten).

Es wird immer groß damit geworben, dass die Getränke für Diät-Zwecke genutzt werden können. Tatsächlich ist der Name Light (und später Zero) aus einem Schönheitsideal zu Beginn der 80er Jahre in den USA entstanden. Die Industrie wollte die „Verdickung“ der Gesellschaft für sich nutzen und ein Produkt einführen, das (angeblich) nicht dick macht. Und tatsächlich ist es so, dass die Getränke keinen direkten Effekt gegen das Abnehmen hat. Ihr werdet nicht direkt zunehmen, wenn ihr zu diesen Getränken greift. Das bedeutet aber auch, dass der Körper aus diesen Getränken keine Energie gewinnen kann. Diesen bekommt er nämlich aus Kohlenhydraten wie Zucker. Biologisch betrachtet läuft es wie folgt ab: man trinkt seine Cola, Sprite oder Fanta Zero. Wegen des süßlichen Geschmacks glaubt unser Körper er bekommt Zucker hinzugefügt und schüttet Insulin aus. Da aber kein Zucker, sondern ein Zuckerersatz, reinkommt, muss der Körper das ausgeschüttete Insulin wieder herholen. Folglich: der Körper verlangt nach noch mehr Zucker. Dies wiederholt sich je mehr man Zero konsumiert. 

Aspartam – Das süße Gift

Aspartam, der Süssstoff mit vielen Nebenwirkungen, ist nicht halb so unbedenklich, wie die Hersteller behaupten. Laut der European Food Safety Authority (efsa) ist das Süßungsmittel 200-mal süßer als herkömmlicher Zucker. Es befindet sich in sehr vielen Nahrungsmitteln. Mittlerweile ist der Süßstoff in über 90 Ländern in mehr als 9000 Produkten enthalten. In Nahrungsmittel, wo zwar süßer Geschmack erforderlich ist, aber nicht gerade erwünscht ist, kommt Aspartam zum Einsatz. Sobald irgendwo „Light“ oder „Zero“ steht, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Zuckerersatz wie Aspartam (oder auch Sacharin) drin ist. Laut europäischer Vorschrift müssen alle Nahrungsmittel, die Aspartam enthalten entsprechen, entweder mit dem Namen oder mit der Kennung E 951 gekennzeichnet sein. 

Bei Aspartam-Aufspaltung entsteht im Körper Methanol. Dieses zerfällt im Körper weiter – und zwar in Formaldehyd und Ameisensäure. Ersteres findet sich beispielsweise in Holzleim und dient als Konservierungsmittel in Kosmetika, z.B. wird es sogar in Baby-Shampoo gemixt.

Falls man ein Dauerkonsument von Aspartam ist, ist die Menge Formaldehyd, die man zu sich nimmt, weitaus höher als neue Sperrholzmöbel auszudünsten können. Die gängigsten Symptome eines zu hohen Methanol- bzw. Formaldehyd-Konsums sind u.a. Kopfschmerzen oder Schwindel.

Zero oder Light? Gibt es überhaupt einen Unterschied?

Zwei Getränke-Arten, für die zwar dieselben Süßstoffe (wie etwa Aspartam u.a.) benutzt werden aber dennoch unterschiedlich sein sollen. Das beteuert jedenfalls der große Konzern (denke jeder weiß, welcher gemeint ist :)), der dahinter steckt. Geschmacklich ähnelt Zero dem „echten“, zuckerhaltigen Getränk eher, diese Tatsache entsteht durch eine andere Zusammensetzung von Süßstoffen und Aromen. 

Eine im Volksmund gängige Meinung ist aber, dass Zero eigentlich ein Double von Light wäre. Ersterer sei lediglich ein Marketing-Gag, die eine zusätzliche Zielgruppe ansprechen soll. 

Auch Peter Stehle, Ernährungsphysiologe vom Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften an der Uni Bonn, vertritt diese Ansicht. Der Huffington Post sagte Stehle: „Coca-Cola Zero und light – das ist dasselbe Getränk. Zwischen beiden Getränken gibt es ernährungsphysiologisch keinen Unterschied. Es mag sein, dass das Verhältnis der Süßstoffmischung abweicht, doch das spielt ernährungsmäßig keine Rolle.” (Huffington Post)

Es gibt aber auch hier europäische Vorschriften, wann sich ein Getränk Zero oder Light nennen darf. Nach der europäischen Health-Claims-Verordnung ist die Angabe „Zero“ erlaubt, wenn ein Getränk maximal 0,5 Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthält. Solch ein geringer Zuckergehalt beeinflusst den Stoffwechsel so gut wie gar nicht. Den Zusatznamen „Light“ hingegen darf man benutzen, wenn ein bestimmter Nährstoff eines Produktes um 30 Prozent reduziert wurde. Das kann Zucker, aber auch Fett sein. Bei Milch-Fruchtgetränken könnte sowohl das eine als auch das andere reduziert sein. In jedem Fall muss der Nährstoff, der weniger enthalten ist, auf dem Etikett vom Hersteller genannt werden.

Es lohnt sich daher immer ein Blick in die Nährwerttabelle und in die Auflistung der Zutaten. Wie viel Zucker ein Getränk enthält, muss dort seit Dezember 2016 aufgeführt sein. Falls kein Zucker drin ist, muss in der Auflistung stehen, welcher Zuckerersatz zum Einsatz kam.

Was soll man trinken? Zero, Light oder „Normal“?

Meiner Meinung nach ist die Antwort zumindest in eine Richtung klar: die normale Cola fällt aus. Da ist Zucker drin und das in nicht zu kleiner Menge. Für eine gesunde Ernährung sollte man den Konsum möglichst vermeiden bzw. sehr gering halten.

Ernährungsexpertin Dr. Heike Niemeier hebt noch einmal hervor, dass die Süßstoffe in Light oder Zero auch Einfluss darauf haben, was in unserem Darm passiert, nämlich auf unsere Mikroorganismen. Sie besagt, dass der wesentliche Unterschied zwischen Zero und Light in den Aromen liegt. Daher schmecken diese Getränke auch anders. Wichtig hierbei auch zu erwähnen, dass Light-Getränke vor allem Frauen ansprechen soll, die auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung ohne Zucker achten. Währen Zero hingegen das Maskuline ansprechen soll, welches man schon an dem Etikett erkennt. Diese ist sehr schwarz und wirkt sehr dominant.

Mein Fazit lautet: in moderaten Mengen eignen sich wohl dennoch alle drei. Definitiv nicht empfehlenswert sind diese allerdings für den täglichen Konsum. Eine frisch gepresste Orange, trotz des Fruchtzuckergehalts, würde ich allen drei Getränke-Arten definitiv vorziehen.

Deine Duygu

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